Anaplasma platys

Informationen zum Erreger

Anaplasma platys (ehemals Ehrlichia platys) ist ein obligat intrazelluläres gram-negatives Bakterium, das sich in caninen Thrombozyten vermehrt und zu einer zyklischen Thrombozytopenie führt.

Die Übertragung erfolgt höchstwahrscheinlich durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Infektionen bei Hunden in Europa scheinen v.a. auf den Mittelmeerraum beschränkt zu sein.

Nach Erstinfektion kommt es innerhalb von 7 Tagen zu einer Abnahme der Thrombozytenzahl, die niedrigsten Werte sind zwischen 14 und 24 Tagen p.i. erreicht. Basophile Einschlüsse in den Thrombozyten, sogenannte Morulae, können v.a. 7-10 Tage p.i. mikroskopisch nachgewiesen werden. Die Phase der Parasitämie erstreckt sich in etwa über den Zeitraum von 4–14 Tagen, darauf folgt eine Phase, in der der Erreger nicht im peripheren Blut nachweisbar ist. Diese Phasen wechseln sich anschließend zyklisch in Abhängigkeit von der Thrombozytenzahl ab.

Eine Infektion wird meist nur von unspezifischen und milden klinischen Symptomen begleitet. Es können Fieber, Anorexie, Depression, Lymphadenopathie, blasse Schleimhäute und eine erhöhte Blutungsneigung auftreten.

Probenmaterial

EDTA-Blut, Zecke

Methode

Realtime PCR

Tierart/en

Hund

Testdauer

1-3 Arbeitstage

Anmerkung

A. platys ist nur während der Parasitämiephase im peripheren Blut mittels PCR nachweisbar.


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